(English)
  • Akademie der Künste

Programm der Europäischen Schriftstellerkonferenz

9. Mai 2016 • 9–17 Uhr
Akademie der Künste • Pariser Platz 4 •10117 Berlin

09:00 Einlass


09:30 Begrüßung
Jeanine Meerapfel • Präsidentin der Akademie der Künste


09:35 Grußworte der Initiativgruppe
Mely KiyakNicol LjubićAntje Rávic StrubelTilman SpenglerFrank-Walter Steinmeier


09:45 Eröffnung
Frank-Walter Steinmeier


10:00 Panel I: Was können europäische Werte noch sein?
Was bedeutet es für unser Gewissen, einerseits unsere höchsten zivilisatorischen Güter wie Humanität und Menschenwürde hochzuhalten und andererseits Flüchtlingsscharen im Mittelmeer ertrinken zu sehen, Grenzen zu schließen, das Asylrecht zu verschärfen? Was bedeuten uns all die überlieferten Werte, derentwegen Flüchtlinge aus der ganzen Welt nach Europa kommen, im Moment der Krise? Wie verändern sie sich, wenn sie in diesen Zeiten auf die Probe gestellt werden?
Eröffnung: Nicol Ljubić
Podium: Kefah Ali Deeb (Syrien) • Joanna Bator (Polen) • Doris Kareva (Estland) • Shumona Sinha (Frankreich)
Moderation: Shelly Kupferberg
Sprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch (Simultanübersetzung Deutsch, Englisch)


11:30 Kaffeepause


12:00 Panel II: Wieviel Zuzug verträgt Kultur?
Ein weit verbreiteter Gedanke ist, dass Einwanderung von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Muttersprachen die bestehende Kultur eines Landes ungünstig beeinflussen würde. Doch ist Kultur tatsächlich eine statische Größe? Sind Kunst, Literatur und Sprache nicht vielmehr ein Spiegel, der wiedergibt, was ist? Sind aufeinandertreffende Faktoren wie „dazu kommen“ und „immer schon da gewesen“ nicht die Voraussetzung für die Entwicklung von modernen Gesellschaften? Was bedeuten die Begriffe „Werte“ und „Kultur“ und wer benutzt sie wie? Können verschiedene Kulturen die gleichen Werte teilen?
Eröffnung: Tilman Spengler
Podium: Nir Baram (Israel) • Lukas Bärfuss (Schweiz) • Lawen Mohtadi (Schweden) • Mehmet Yashin (Zypern)
Moderation: Thomas Böhm
Sprachen: Deutsch, Englisch (Simultanübersetzung Deutsch, Englisch)


13:30 Mittagessen


15:00 Präsentation des Manifests der Europäischen Schriftstellerkonferenz 2016
Lesung: Thorsten Hierse und Barbara Schnitzler


15:30 Panel III: Wenn Sprache zurückgelassen wird
Die Flucht aus einem Land bedeutet für Schriftsteller*innen nicht nur den Verlust der Heimat, sondern auch den der Sprache. Für wen schreibt man, wenn man geht? Exilliterat*innen sind vielfältig beschäftigt: Sie korrespondieren, vermitteln und übersetzen. Sie bauen die Brücke zwischen der alten und der neuen Heimat. Was bedeutet das Schreiben im veränderten Kontext? Führt das Exil zum Verstummen? Führt es zu einer Politisierung der eigenen Literatur? Wer veröffentlicht diese Literatur? Wer liest die Texte? Wie befruchten sich eigene und fremde Sprache?
Eröffnung: Mely Kiyak
Podium: Najet Adouani (Tunesien) • Josef Haslinger (Österreich) • Jordi Puntí (Spanien) • Zmicier Vishniou (Belarus)
Moderation: Thomas Böhm
Sprachen: Deutsch, Englisch, Russisch (Simultanübersetzung Deutsch, Englisch)


20:00 Lange Nacht der Europäischen Literatur
Deutsches Theater


 

10. Mai 2016 • 11–16 Uhr
Akademie der Künste • Pariser Platz 4 • 10117 Berlin

10:30 Einlass


11:00 Eröffnung und Zwischenbilanz
durch die Initiativgruppe


11:15 Vorstellung des Projekts Next Stage Europe
durch Nicol Ljubić


11:30 Panel IV: GrenzenNiederSchreiben
Wer schreibt, erfindet die Welt neu. Macht äußere und innere Grenzen bewusst. Lässt Menschen in Familiensagen durch Jahrhunderte und über Kontinente hinweg wandern und die Leser erstaunt zurückschauen. Literatur beschreibt nicht nur, sondern kann auch Visionen entwickeln. In der Vision folgt die Wirklichkeit anderen Koordinaten als denen der Landkarte. Grenzen halten den visionären Blick nicht auf. Menschen in ihren Gesellschaften zu betrachten, ist eine weitere ureigene Aufgabe der Literatur, was für Schriftsteller*innen auch bedeutet, Gesellschaft neu erschreiben zu können. Wo beginnt die littérature engagée und wo endet sie als Tendenzliteratur bzw. Propaganda?
Eröffnung: Antje Rávic Strubel
Podium: Yavuz Ekinci (Türkei) • Rosa Liksom (Finnland) • Ivana Sajko (Kroatien) • Peter Terrin (Belgien)
Moderation: Thomas Böhm
Sprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch (Simultanübersetzung Deutsch, Englisch)


13:00 Mittagessen


14:00 Panel V: Welche Sprache prägt unsere Öffentlichkeit?
Literarische Sprache ergründet, hinterfragt, reflektiert. Die öffentlichen und medialen Diskurse über Europa sind allzu häufig von Ratlosigkeit bestimmt, die sich in stereotype Formulierungen, Floskeln und Gemeinplätze hüllt. Was kann die Literatur zu einem reflektierten Sprachgebrauch in der Politik und den Medien beitragen? Wie würde ein anderes politisches Narrativ unsere Sprech- und Denkweisen verändern? Und wie können Autor*innen sich in ihrem Spezialgebiet, der Sprache, behaupten?
Eröffnung: Nicol Ljubić
Podium: Eugenijus Ališanka (Litauen) • Priya Basil (Großbritannien) • György Dragomán (Ungarn) • Sergej Lebedew (Russland)
Moderation: Shelly Kupferberg
Sprachen: Deutsch, Englisch (Simultanübersetzung Deutsch, Englisch)


15:30 Resümee und Verabschiedung
durch die Initiativgruppe


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